FAQ

Allgemeines

Warum redet ihr so oft von "Training" und "Trainer"?

  • Antwort: In unseren Ohren klingt der Begriff „Jünger“ oft nach studieren, lernen und an sich selbst arbeiten. Das ist alles richtig, aber ein Jünger von Jesus hat auch von Anfang einen Auftrag: Auch andere zu Jüngern zu machen. Das wird mit dem Begriff „Trainer“ deutlich. Außerdem ist der Begriff in Deutschland allgemein verständlich, auch für Menschen ohne christlichen Hintergrund.

Kann man denn Jünger einfach "machen"?

  • Antwort: Nein im Sinne von: Wir können nicht beliebige Menschen zu irgendwas bringen - Training ist immer freiwillig und muss von beiden Seiten gewollt sein. Gott ist es, der das Interesse von Menschen weckt und Veränderung schenkt. Gleichzeitig möchte Gott uns dabei gebrauchen, dass wir anderen dabei helfen, seinen Willen zu tun. In diesem Sinn können wir jemand, der das auch möchte, zu einem Jünger von Jesus machen.Eine gute Hilfe zum genaueren Verständnis ist Lukas 10,1-12, wo Jesus seinen Jüngern genauere Anweisungen für ihren Auftrag gibt (siehe Neustart-Lektion)

Kann denn jeder ein Trainer werden?

  • Antwort: Erst wenn wir jemand persönlich fördern, dass er seine ganzen Talente und Gaben entdeckt und einsetzt, werden wir herausfinden, was alles an Potenzial in ihm steckt - vorher können wir es nicht wissen.

Ich stimme mit manchen Dingen auf dieser Homepage nicht überein. Was soll ich tun?

  • Antwort: Zuerst empfehlen wir dir, dir Zeit zum Beten zu nehmen und Gott dazu zu fragen, denn schließlich ist der Heilige Geist der beste Lehrer. Außerdem kannst du gerne Kontakt mit uns aufnehmen - wir sind ständig bemüht, die Materialien weiter zu verbessern.

Copyright

Was bedeutet CC0?

  • Antwort: CC0 steht für Creative Commons Zero. Es ist eine formulierte Lizenz, die unser Anliegen am besten ausdrückt: Alle Inhalte dieser Homepage sind frei und ohne irgendeine Einschränkung verwendbar. Mit dieser Lizenz verzichten wir auf jegliche Rechte an den Inhalten.

Warum stehen alle Materialien unter dieser Lizenz?

  • Antwort: Wir glauben, dass diese Lizenz am meisten Gottes Reich entspricht. Jesus sagt in Matthäus 10,8: „Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch.“ Letztendlich sind alle Prinzipien und Gedanken hier auch nicht „neu“, sondern wurden schon lange vorher von Gott geoffenbart. Wir haben sie nur neu in unsere Kultur hinein formuliert.Paulus hat zwar nie eine explizite Erklärung zu Urheberrecht und Copyright seiner Briefe verfasst, aber aus Philipper 1,18 schließen wir, dass CC0 ganz in seinem Sinn ist.Der große Vorteil daran ist, dass die Materialien sofort an neue Gegebenheiten angepasst oder in andere Sprachen übersetzt werden können - dafür muss niemand gefragt werden und müssen keine Rechte eingeholt werden.

Das heißt ich darf die Materialien einsetzen, ohne etwas beachten zu müssen?

  • Antwort: Ja.

Und ich darf die Materialien verändern? Und muss nichts dabei beachten?

  • Antwort: Ja, alle Inhalte und Materialien dürfen auch weiterverarbeitet und verändert werden. Dazu ist keine Genehmigung von uns erforderlich. Was sich allerdings hoffentlich von selbst versteht: Wenn du Veränderungen vornimmst, dann lass nicht den Eindruck entstehen, dass sie direkt von uns (www.trainingfuertrainer.de) stammen würden.Natürlich haben wir uns auch viel bei der Konzeption dieser Homepage gedacht. Überlege dir also gut, wenn du Veränderungen vornehmen möchtest. Wende dich gerne an uns - wir können dich bestimmt unterstützen, wenn du das Material für deinen besonderen Einsatzzweck anpassen möchtest. Außerdem haben wir einen Wunsch: Bitte sende uns eine Kopie davon, damit wir auch davon lernen können. Und natürlich freuen wir uns sehr, wenn du auf diese Homepage als Quelle verweist.

Umsetzung: Der Anfang

Das klingt alles sehr gut und ich möchte auch gerne trainiert werden. Wie finde ich einen Trainer?

  • Antwort: Nutze das Kontakt-Formular und schreibe uns eine Nachricht zusammen mit deinem Wohnort, deinen Kontaktdaten und weiteren Hinweisen über dich - wir versuchen dann, einen passenden Trainer für dich zu finden.

Ich möchte zu einem Trainer werden. Wie mache ich das?

  • Antwort: Suche dir zuerst einen Trainer, der dich dabei unterstützt. Wenn möglich, dann suche dir noch „Verbündete“, so dass ihr gemeinsam an diesem Ziel arbeiten könnt. Halte nun nach interessierten Menschen Ausschau und biete ihnen an, sie zu trainieren. Wenn du eine Gruppe hast, dann entscheide je nach den Teilnehmern, ob das Start-Training oder das Neustart-Training besser passt und dann fang einfach an.Eine Hilfe zum Loslegen ist auch das „persönliche Strategie-Papier“ aus dem Neustart-Training.

Ich habe eine Gruppe, die ich anfangen möchte zu trainieren. Wie bereite ich mich möglichst gut vor?

Antwort: Drei Empfehlungen:

  • Frage deinen Mentor/Trainer nach seinen Hinweisen (am besten ist es natürlich, wenn er die Teilnehmer auch kennt) bzw. suche dir einen Trainer, wenn du noch keinen hast
  • Mache dich gut mit den Materialien vertraut und bereit das erste Treffen vor
  • Bete und frage Gott, was er dir dazu sagen möchte. Bete auch für jeden der Teilnehmer

Geht das auch mit nur einer einzelnen Person als "Gruppe"?

  • Antwort: Ja, du kannst das Material auch für ein 1:1-Training / Mentoring einsetzen. Wenn Arbeitsaufträge für Gruppen formuliert sind, dann ändere sie entsprechend, damit es für euch passt (z.B. „Teilnehmer sollen sich in Zweier-Gruppen gegenseitig lehren“ → nachdem du es erklärt hast, lass es die andere Person selbst erklären und gib dann Feedback).

Kann ich auch in einer bestehenden Gruppe (z.B. Hauskreis) einfach diese Trainings-Materialien einsetzen?

  • Antwort: Ja. Dabei ist jedoch sehr wichtig, dass du vorher mit allen darüber redest und die Erwartungen und Ziele klärst. Denn wenn die Gruppentreffen vorher kaum Trainings-Charakter hatten, dann wirst du auf (berechtigten) Widerstand stoßen, wenn du einfach so damit anfängst. Das Training wird immer dann am meisten Frucht bringen, wenn alle auch trainiert werden wollen.
  • Eine Alternative ist, dass du die Materialien nicht gleich komplett einsetzt, sondern Schritt für Schritt einzelne Elemente davon z.B. in den Ablauf integrierst.

Was mache ich mit interessierten Nichtchristen?

  • Antwort: Nutze nicht die Trainings-Lektionen für sie, da sie mit dem Großteil davon noch nichts anfangen werden können. Lies statt dessen mit ihnen Bibel und zeige ihnen, wie sie jeweils das Gelernte umsetzen können. Du kannst auch hier einen Ablauf ähnlich zu dem Drei-Drittel-Prozess einsetzen. Als Einstieg empfehlen wir die „7 Geschichten der Hoffnung“.

Fragen zum Ablauf eines Trainings-Treffens

Warum soll ich so ein starres Schema anwenden?

  • Antwort: Die meisten Dinge lernen wir am Anfang schematisch, bis wir sie schließlich verinnerlichen. Das Ziel ist ja eine gute Balance zwischen den verschiedenen wichtigen Bereichen und ein guter Weg dahin ist es, erstmal ganz schematisch anzufangen. Ein weiterer Vorteil ist das einfache Nachmachen: Wer ein paarmal den Drei-Drittel-Prozess auf ganz einfache Art und Weise erlebt hat, traut sich auch schneller zu, selbst ein Training mit anderen zu beginnen.

Der Zeitplan scheint mir sehr ambitioniert zu sein. Wie soll man das in der Praxis schaffen?

  • Antwort: Das ist tatsächlich eine Herausforderung, für die Disziplin notwendig ist. Wichtig ist, dass für alle klar ist, dass es sich um ein Training handelt - und dafür ist immer Disziplin notwendig. Aber das Ziel lohnt sich: Nämlich eine gute Balance in verschiedenen Bereichen als Nachfolger von Jesus. Für die Praxis empfiehlt es sich sehr, eine Uhr im Blick zu haben und ggf. auch einzelne Teile abzubrechen, um fortfahren zu können. Wenn du einzelne Teile an Teilnehmer delegierst, dann sag ihnen auch immer, wie viel Zeit sie dafür haben.

Was mache ich, wenn ich noch weniger Zeit für ein Treffen habe?

  • Antwort: Lass die dünngedruckten Teile (Wie geht's dir-Runde, Lobpreis, Lehre) weg und konzentriere dich nur auf die fettgedruckten Teile. Im T4T-Buch Kapitel 8 wird dieses Prinzip ausführlicher erklärt.

Warum ist nur so wenig Zeit für Lobpreis?

  • Antwort: Damit die anderen Teile nicht zu kurz kommen. Es ist aber eine gute Idee, wenn ihr euch zusätzlich zu einem anderen Termin trefft und euch dort ausführlich Zeit für Lobpreis und Gebet nehmt. Wenn ihr den Drei-Drittel-Prozess verinnerlicht habt, dann könnt ihr auch mal den Ablauf der Treffen variieren und euch auch mal bewusst mehr Zeit als sonst für einzelne Teile nehmen.

Fragen als Trainer einer Gruppe

Was mache ich mit Teilnehmern, bei denen keine Fortschritte sichtbar sind?

  • Antwort: Behandle sie mit Liebe und ermutige sie. Finde heraus, woran es bei ihnen liegt und hilf ihnen, diese Probleme zu überwinden. Oft ist hier auch erstmal Seelsorge dran, um z.B. Verletzungen zu vergeben oder tiefer liegende Lügen über Gott oder sich selbst durch Wahrheiten zu ersetzen. Grundsätzlich sollte die Teilnahme an einer Gruppe nie an Bedingungen und „Erfolge“ geknüpft sein (natürlich sollte sich aber jeder auf diesen Trainings-Prozess einlassen und es gibt auch Grenzen bei Störern).

Was mache ich, wenn ich mit den Lektionen durch bin?

  • Antwort: Überlege zuerst, ob es sinnvoll ist, ob ihr euch als Gruppe weiterhin in dieser Konstellation trefft. Versuche dementsprechend, alle bei den nächsten Schritten zu unterstützen. Nimm dafür die Unterstützung (d)eines Trainers in Anspruch! Bringe dann deiner Gruppe bei, wie sie selbst aus der Bibel lernen können und immer auch die gelernten Dinge umsetzen können (siehe Start-Training Lektion 8: „Entdecker-Bibel-Studium“).