Start-Training Lektion 6: Heilung

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Als Gott die Welt und den Menschen schuf, gab es weder Krankheit noch Tod. Seitdem Menschen Gott zum ersten Mal ungehorsam waren, gibt es in unserer Welt Krankheiten. Weil er uns liebt, möchte Gott uns Menschen heilen und wiederherstellen dahin, wie er uns ursprünglich gemacht hat. Dafür hat er einen besonderen Plan, nämlich dass er einen Retter sendet, der „unsere Strafe auf sich nimmt, damit wir Frieden haben und durch sein Leiden uns Heilung schenkt“ (die Bibel in Jesaja 53,5).
Damit ist Jesus, der Messias, gemeint. Als er auf dieser Erde war, hat er viele Menschen geheilt (Beispiel: Lukas 5,17-26). Wie vorher angekündigt, ist Jesus als Opfer für uns gestorben und wieder auferstanden, damit wir neues Leben haben können. Nun ist er nicht mehr auf dieser Erde, aber er ist weiterhin derselbe und hat alle Macht, Menschen zu heilen und zu befreien. Er fordert jeden Menschen auf, ihm nachzufolgen und zu tun, was er gesagt hat. Am wichtigsten ist Gott, dass wir uns entscheiden, diese Einladung anzunehmen und dadurch innerlich heil werden.
Außerdem gibt Jesus seinen Nachfolgern die Vollmacht und den Auftrag, für Kranke zu beten: „Jesus rief die zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken zu heilen. Er sandte sie aus mit dem Auftrag, die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen.“ (Lukas 9,1-2)

Vorgehensweise (Einstieg)

  • Frage zunächst: „Was genau ist das Problem? Wofür kann ich beten?“
    Frage auch, „Haben Sie im Moment Schmerzen oder eine körperliche Beeinträchtigung?“ (um nach dem Gebet feststellen zu können, ob sich etwas verändert hat)

  • Erkläre, dass du ein kurzes Gebet im Namen von Jesus sprechen wirst und die Hände auflegen würdest. Kläre, ob das für die Person in Ordnung ist.

  • Lege eine Hand (oder beide Hände) auf angemessene Art und Weise auf.

  • Sprich bei dem Gebet den Schmerz (oder auch das Körperteil etc.) direkt an.

  • Lass deine Augen beim Gebet offen, damit du sehen kannst, was passiert.

  • Bete kurz und knapp, ein Satz wie „Schmerz geh weg im Namen von Jesus! Amen“ reicht aus.

  • Frage nach dem Gebet die Person: „Haben Sie etwas gespürt? Wie sind die Schmerzen jetzt?“ Du kannst dafür eine Skala folgendermaßen nutzen: „Auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (extreme Schmerzen): Wie war es vorher? Wie ist es jetzt?“
    Wenn es vorher körperliche Beeinträchtigungen gab, dann lass die Person ausprobieren, ob es nun eine Veränderung gibt.

  • Biete ggf. an, weiter zu beten. Oft stellt sich die Heilung auch Schritt für Schritt oder erst nach mehrfachem Beten ein.

  • Wenn die Person geheilt wird: Sagt gemeinsam Jesus Danke!

Hinweise:

  • Beten „im Namen von Jesus“ ist nicht als magische Formel gemeint, sondern damit Jesus die Ehre bekommt für das, was er tut und damit alle, die dabei sind, danach auch wissen, wer diese Heilung bewirkt hat.

  • Mindestens eine der beteiligten Personen muss Glaube an Jesus haben, also ihm zutrauen, dass er Heilung schenken kann. Glaube ist wie ein Muskel: Je mehr wir ihn einsetzen und trainieren, desto stärker wird er. Wenn dich ein Problem noch überfordert, dann biete an, zu einem anderen Zeitpunkt gemeinsam mit anderen zu beten, die schon mehr Erfahrung im Bereich Heilung haben.

  • Lass Menschen beim Testen vorsichtig sein, sie kennen ihren Körper am besten. Wenn ein Arzt Medikamente verordnet hatte, dann soll der Arzt auch die Heilung feststellen und ggf. das Absetzen der Medikamente anordnen.

Wenn keine Heilung zu kommen scheint...

Nicht immer tritt körperliche Heilung oder Besserung sofort nach Gebet ein. Dies kann verschiedenste Gründe haben:

Unvergebenheit, Sünde (Jakobus 5,15-16), ungesunde Ernährung, schlechter Umgang mit dem eigenen Körper, dämonische Belastungen oder Angriffe, mangelnder Glaube unsererseits (Matthäus 17,14-21), etc. Oder Gott hat einfach einen anderen Zeitplan (Johannes 11).

Nicht selten ist das, wofür die Person Gebet wollte, gar nicht das eigentliche Problem. Letztendlich geht es darum, die eigentliche Ursache hinter den Symptomen zu finden, um dann entsprechend handeln zu können. Nutze dazu die folgenden Gebete:

Vier hilfreiche Gebete

  1. „Gott, tu du in dieser Situation das, was dir am meisten Ehre gibt.“

  2. „Bitte zeige mir, was du mich diesmal lehren möchtest.“

  3. „Offenbare du bitte Ursache und/oder Zweck dieser Krankheit.“

  4. „Gott, was soll ich als nächstes tun?“

Frage auch den Kranken, ob ihm selbst etwas in den Kopf gekommen ist. Wenn Gott dir oder ihm etwas zeigt, dann kümmere dich zuerst um dieses Thema.

Zusammenhang zwischen Körper und Geist

Die Seele lässt den Körper spüren, wenn mit ihr etwas nicht in Ordnung ist. Körperliche Probleme können deshalb ihre Ursache in unserem Inneren haben und sind nur das Symptom für das eigentliche Problem. Dieser Zusammenhang ist auch als „Psychosomatik“ bekannt.

In diesem Fall bringt es wenig, um Heilung für das körperliche Problem zu beten. Es kann zwar zunächst Besserung eintreten, aber nach einer Weile kehren die Symptome wieder zurück. Hier muss das geistliche Problem angegangen werden und dann werden die körperlichen Beschwerden auch schrittweise verschwinden.

Die Art der gesundheitlichen Beschwerden gibt häufig einen Hinweis darauf, welches geistliche Problem vorliegt.

  • Beispiel Nackenschmerzen: Es kann sein, dass ein falsches Joch auf mir lastet und ich die Lasten anderer trage, die ich gar nicht zu tragen brauche (siehe Matthäus 11,30).

Sei jedoch nicht vorschnell mit deiner Diagnose, sondern höre immer auf den Heiligen Geist und achte darauf, dass du liebevoll mit der anderen Person umgehst!